Schützenhofbunker, Münster

Geistviertel

Der im Zweiten Weltkrieg erbaute Schützenhofbunker sollte 1.500 Menschen Schutz bieten, er liegt im Geistviertel von Münster an der Hammer Straße. Am 18. November 1944 wurde er bei einem Großangriff von einer Bombe getroffen, 68 Menschen wurden Tod aus den Trümmern geborgen. Heute erinnert eine Plakette an der Außenwand an die Opfer.


Dies ist keine typologische Beschreibung eines Hochbunkers, wie sie Boris Becker in den 1980ern fast im Stile der Bechers erstellte. Dies ist eine sehr subjektive Beschreibung eines einzelnen Hochbunkers im Viertel in einem kurzen Zeitabschnitt.

 

Diese Bunkerserie ist aber auch eine Geschichte von Widerstand: Zuerst der Widerstand gegen Luftangriffe, dann der nicht hinreichende Widerstand der Bunkerdecke gegen die Bombe, nach dem II. Weltkrieg der Widerstand des Betons gegen Zeit und Verfall. Schließlich der Widerstand der Anwohner gegen den Abriss des Hochbunkers.

Probenraum im Schützenhofbunker (Münster) von Long Distance Calling mit Bandplakat.
Probenraum von Long Distance Calling

In dem metallischen Postrock der Band Long Distance Calling spiegelt sich für mich auch die Atmosphäre der dicken Betonwände dieses Bunkers wider. Die Band probte hier lange Zeit ihren Instrumentalsound. Meine persönliche Empfehlung sind die Alben Long Distance Calling und Avoid the Light.


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Nicht-kommerzielle Fotografie auf der Suche nach Strukturen, nicht nach gefälligen Motiven:

 

Gerrit Elshof Photography | Elsässer Straße 25 | 48151 Münster

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